Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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ſchen dieſen großen Maͤchten auszuſtrenen, daß ihre Ver⸗ buͤndung„fuͤr die allgemeine Wohlfahrt,“ wie ſie von ih⸗ nen benannt wurde, deren wahre Abſicht aber den Umſturz der franzoͤſiſchen Monarchie bezweckte, und ihr nur den Schein uͤbrig laſſen wollte, aufgeldſet und nie wieder auf eine ſo furchtbare Weiſe erneuert ward. Seit dieſem Zeit⸗ punkt war Ludwig, der nichts mehr von England zu fuͤrch⸗ ten hatte, mehrere Jahre lang durch die buͤrgerlichen Kriege der Haͤuſer von York und Lancaſter, beſchaͤftigt, gleich ei⸗ nem unempfindlichen aber geſchickten Arzt, die Wunden des Staatskoͤrpers zu heilen, oder vielmehr bald durch ſanfte Mittel, bald durch Feuer und Schwerdt, die Fort⸗ ſchritte des lebensgefaͤhrlichen Krebſes, wovon es ergriſſen war, zu hemmen. Er war bemuͤht, die Raͤubereien der Freicompagnien und die ungeſtraften Bedruͤckungen des Adels zu verringern, weil er ihnen nicht ganz Einhalt thun konnte, und durch unausgeſetzte Aufmerkſamkeit ge⸗ wann er einigen Zuwachs ſeiner koͤniglichen Gewgalt, oder bewirkte eine Verminderung derjenigen, welche ihr das Gleichgewicht hielt.

Der Koͤnig von Frankreich war dennoch fortwaͤhrend von Schwierigkeiten und Gefahren umringt. Die Mit⸗ glieder des Buͤndniſſes„fuͤr das allgemeine Wohl,“ ob⸗ gleich nicht in Uebereinſtimmung, hatten nicht aufgehoͤrt

zu exiſtiren, und die zertheilte Schlange konnte ſich wie⸗ der vereinigen und noch einmal gefaͤhrlich werden. Aber groͤßere Gefahr drohete die wachſende Macht des Herzogs von Burgund, damals einer der groͤßten Fuͤrſten Euro⸗ pe's, deſſen Rang durch die unſichere Abhaͤngigkeit ſeines