Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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Herzogthums von der Krone Frankreich wenig gemindert ward⸗——

Earl, mit dem Beinamen, der Kuͤhne, oder vielmehr der Verwegene, denn ſein Muth graͤnzte an Unbeſonnen⸗ heit und Wahnſinn, war im Beſitz der herzoglichen Krone Burgund's, und brannte vor Begierde, ſie in eine unab⸗ haͤngige und königliche Krone zu verwandeln. Der Cha⸗ rakter dieſes Herzogs bildete in jeder Hinſicht einen voll⸗ kommenen Contraſt mit dem, Ludwig's XI.

Der Letztere war ruhig, beſonnen und verſchlagen, nie eine verzweifelte Unternehmung verfolgend, und nie eine aufgebend, deren Erfolg wahrſcheinlich, wenn gleich noch ſo entfernt war⸗ Das Genie des Herzogs war ganz hie⸗ von verſchieden. Er ſtuͤrzte ſich in Gefahren, weil er ſie liebte, und in Schwierigkeiten, weil er ſie verachtete. Lud⸗ wig opferte nie ſeinen Vortheil ſeiner Leidenſchaft, Carl hingegen opferte nie ſeine Leidenſchaft, oder ſelbſt ſeine Laune, irgend einer andern Ruͤckſicht. Ungeachtet der na⸗ hen Verwandtſchaft, welche ſie mit einander verband, und der Unterſtüͤtzung, die der Herzog und ſein Vater ihm im

Exer als Dauphin gewaͤhrt hatten, waren ſie dennoch von Haß und Verachtung gegen einander erfuͤllt. Der Herzog von Burgund verachtete die vorſichtige Politik des Konigs, und ſchrieb es der Schwoͤche ſeines Muthes zu, daß er durch Buͤndniſſe, Geld, und auf andere mittelbare Weiſe, diejenigen Vortheile zu erlangen ſuchte, deren er an ſeiner Stelle ſich mit bewaſſneter Hand verſichert ha⸗ ben wuͤrde, und er haßte ihn, nicht allein wegen Undankbarkeit, womit er ſeine fruͤhere Guͤte gege vergolten hatte, und wegen perſönlicher Beleidigunge 6