Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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und Souverain, den König: von uu Frankteich, zu erheben. In Friedenszeiten regierten ſie als unumſchraͤnkte Fuͤrſten

in ihren eigenen Provinzen, und das Haus Burgund, im

Beſitz des ſo benannten Gebiets und des ſchoͤnſten und

reichſten Theils von Flandern, war an ſich ſelbſt ſo reich

und maͤchtig, daß es weder an Glanz noch an Macht im

mindeſten der Krone nachſtand.

Den großen Lehnsmaͤnnern nachahmend, maßten ſich die kleineren Vaſallen der Krone ſo viel Unabhaͤngigkeit an, als ihre Entfernung von der hoͤchſten Gewalt, der Umfang ihres Lehns, oder die Staͤrke ihres Wohnſitzes in Ausuͤbung zu bringen erlaubte, und dieſe winzigen Ty⸗ rannen, nicht laͤnger folgſam gegen die Ausuͤbung der Geſetze, uͤberließen ſich ungeſtraft den zuͤgelloſeſten Aus⸗ bruͤchen launenhafter Unterdruͤckung und Grauſamkeit. In Auvergne allein zaͤhlte man mehr als dreihundert dieſer unabhaͤngigen Edelleute, bei denen Blutſchande, Mord und Raub zu den alltaͤglichen und demdhitichen Handlun⸗ gen gehoͤrten.

Außer dieſen Uebeln, war noch eine andere, aus den lange fortgeſetzten Kriegen zwiſchen den Englaͤndern und Franzoſen entſpringende Landplage, kein geringer Zuwachs von Elend fuͤr dieß zerruͤttete Koͤnigreich. Zahlreiche Trup⸗ penabtheilungen hatten ſich in verſchiedenen Gegenden Frank⸗ reichs von dem Auswurf aller anderen Nationen in Heer⸗ haufen gebildet, unter Anfuͤhrung von Officieren, die ſie unter den tapferſten und gluͤcklichſten Abenteurern ſelbſt gewaͤhlt hatten. Dieſe feilen Streiter verkauften ihr Schwerdt auf eine gewiſſe Zeit dem Meiſtbietenden, und fehlte es an ſolchen Auerbietungen, ſo fuͤhrten ſie fuͤr