Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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venants 19) ſo zuruͤckgezogen und vermeiden die Aus⸗ uͤbung der Pflichten der Gaſtfreiheit. Es iſt wahr, daß

zu Viele von uns, in den vaͤterlichen Hallen mehr den

Geiſtern ihrer abgeſchiedenen Eigenthuͤmer, als lebenden, in ihre Beſitzungen wieder eingeſetzten Menſchen gleichen; gleichwohl under aſßn wir die Benutzung des Umgangs reiſender Auslaͤnder nicht ſowohl um unſrer eignen Ge⸗

fuͤhle zu ſchonen, als um ihrer ſelbſt willen. Wir haben

die Idee, daß Ihre reiche Nation ſehr an Aufwand, einer

guten Tafel, Bequemlichkeiten und Lebensgenuͤſſen aller Art

haͤngt, und meiſtens ſind die uns uͤbrig gebliebenen Be⸗

wirthungsmittel ſo beſchraͤnkt, daß der dazu erforderliche

Aufwand uns unmoglich faͤllt. Niemand will das Beſte,

was ſein Haus vermag, anbieten, wenn er Grund hat, zu glauben, daß ſelbſt dieß kein Vergnuͤgen machen werde;

und da viele unter Ihren Landsleuten ihre Reiſebeſchreibun⸗

gen im Druck herausgeben, ſo wuͤrde es dem franzͤſiſchen Marquis vermuthlich nicht ſehr angenehm ſeyn, das aͤrm⸗

liche Mittagseſſen, mit dem der engliſche Lord bei ihm vor⸗

lieb nehmen mußte, in einer Druckſchrift verewigt zu ſehen.

Ich unterbrach den Marquis durch die Verſicherung,

daß, wenn ich den Wunſch hegte, einen Bericht von mei⸗

ner heutigen Bewirthung öſſentlich bekannt zu machen, dieſer einzig den Zweck haben wuͤrde, das Andenken des beſten Mittagsmahls, das ich je in meinem Leben genoſ⸗ ſen, aufzubewahren. Er dankte mir mit einer Verbeu⸗ gung und aͤußerte die Muthmaßung, daß entweder mein Geſchmack von dem vaterlaͤndiſchen abweichen, oder Das⸗

jenige, was man daruͤber verbreite, ſehr uͤbertrieben ſeyn muͤſſe. Insbeſondere bezeigte er mir ſeine Erkenutlichkeit,