Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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genuͤgen, als dieß der Foͤrmlichkeit und Langſamkeit eines Schotten moͤglich iſt. Gewandter, wenn gleich nicht dienſt⸗ eifriger als Caleb, ſchien La Jeuneſſe ſich, je nachdem die Gelegenheit es erforderte, zu vervielfachen, und entledigte ſich ſeiner verſchiedenartigen Geſchaͤfte ſo raſch und ange⸗ legentlich, daß andenpeitige Bedienung weder entbehrt noch gewuͤnſcht ward.

Vor allen Dingen war das Mittagseſſen treſſlich. Ob⸗ wohl die Suppe mager 16) genannt wurde,— ein Aus⸗ druck, den die Englaͤnder ſpottweiſe gebrauchen,— hatte ſie einen koͤſtlichen Geſchmack, und die Matelote, 1 7) von Hechten und Aalen verſoͤhnte mich, ungeachtet ich ein Schotte bin, mit dem letztern Fiſche. Es ward ſogar fuͤr den Ketzer ein kleines Gericht gekochtes Fleiſch aufgetra⸗ gen, welches ſo ſchoͤn bereitet war, daß es ſeine ganze Kraft beibehalten hatte und dennoch eben ſo zart als wohl⸗ ſchmeckend war. Ein Paar andere kleine Gerichte waren eben ſo vorzuͤglich bereitet. Den hoͤchſten Werth aber legte der alte Haushofmeiſter auf eine gewaltige Schuͤſſel mit

Spinat, die er mit ſelbſt gefaͤlligem Laͤcheln und im Voll⸗

genuß meines Erſtaunens auftrug. Denn der Spinat bil⸗

dete keine ebene Oberflaͤche, ſo wie unſere ungeweihten brittiſchen Koͤche ihn anrichten, ſondern er geſtaltete ſich

in Huͤgel und Thaͤler und zeigte einen edeln Hirſch, ver⸗ folgt„ einer Koppel Hunde, und einem Trupp Jaͤger mit Hifthoͤrnern und aufrecht gehaltenen, den Schwerdtern gleich geſchwungenen Peitſchen;— dieß Alles war ſehr kuͤnſtlich aus geroͤſtetem Brodte geſchnitten. Genießend des

Lobes, welches ich dieſem Meiſterwerke zu zollen nicht un⸗

terließ, geſtand der Alte, es habe ihn faſt zwei Tagr Arbeit