3 297)7) 8. daß man die Kenntniſſe, welche man beſitzt, durch Be⸗ nutzung derer, welche Andern eigen ſind, zu erweitern, zu verbeſſern und zu berichtigen ſucht. Ich ließ daher den Marquis nach Gefallen ſein Geſetzbuch zeigen (shew his co,de.) und ward dadurch belohnt, daß er in eine kenntnißreiche, wohlvorgetragene Eroͤrterung uͤber den im ſiebzehnten Jahrhundert in Frankreich eingefuͤhr⸗ ten bluͤhenden Styl der Baukunſt einging. Er aͤußerte ſich mit vielem Geſchmack uͤber ihre Vorzuͤge und Maͤn⸗ gel; beruͤhrte mehrere Gegenſtaͤnde, gleich denen, die mich oben zu einer Abſchweifung veranlaßten, und vertheidigte
ſie aus Gruͤnden, die mit den durch ihren Anblick erzeug⸗
ten Ideen in Verbandung ſtanden.„Wer moͤchte,“ fragte er,„abſichtlich die Terraſſen des Schloſſes Suͤlly zerſtoͤ⸗ ren, die wir nicht betreten koͤnnen, ohne uns das Bild jenes Staatsmannes, eben ſo ausgezeichnet durch ſtrenge Rechtlichkeit, als durch untruͤglichen Scharfſinn, ins An⸗ denken zu rufen? Waͤren jene Tekraſſen auch nur um einen Zoll breit ſchmaͤler, oder um den Gehalt einer Tonne weniger maſſio, oder fehlte ihnen jene Foͤrmlichkeit in den kleinſten Kruͤmmungen, koͤnnten wir dann vermuthen, daß ſie der Schauplatz ſeines patriotiſchen Nachdenkens waren? Wuͤrde ein gewoͤhnliches Gewaͤchshaus eine geeig⸗ nete Scene ſeyn fuͤr den Herzog, ſitzend in einem Arm⸗ ſtuhle und die Herzoginn auf einem Seſſel ohne Lehne, ihre Sohne Muth und Treue, ihre Tochter Sittſamleit und Unterwuͤrligkeit.— und alle ihre ſaͤmmtliche Kin⸗ der die ſtrengſte Moral lehrend;— umgeben von einem Kreiſe aufmerkſam nund mit geſenktem Blicke zuhorender fungen Edelleute, die ohne den Befehl ihres fuͤrſtlichen


