Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nungen in einem ſolchen Falle billigen konnte oder durfte. Dieſe Eroͤrterungen und Bemerkungen nebſt andern, wel⸗ che die Ausſicht auf weitumfaſſende Truͤmmer veranlaßte, beſchaͤftigten uns, waͤhrend wir die lange Terraſſe einige⸗ mal auf⸗ und abgingen und etwa eine Viertelſtunde in einem gewoͤlbten, mit des Marquis Wappen geſchmuͤckten Pavillon von Quaderſteinen ſaßen, deſſen Dach noch feſt und wohl erhalten war, wenn gleich die Fugen der Sei⸗ tenboͤgen ſich etwas geloͤſt hatten.Hier, ſprach er, den naͤmlichen Ton wieder annehmend, in welchem er im An⸗ fange dieſes Geſpraͤchs redete,ſitze ich gern um Mittag, wenn mich die Woͤlbung vor der Hitze ſchuͤtzt, oder Abends, wenn die Sonnenſtrahlen auf der breiten Flaͤche der Loire hinſterben; hier iſt es, wo ich gern zu ruhen pflege, um mit Ihrem großen Dichter zu reden, den ich, ob⸗ wohl ein Franzoſe, genauer kenne als die meiſten Eng⸗ laͤnder., Shewing ihe dode of sweet and bitter fancy. 1 2) ¹ 4 Gegen dieſe Variaute einer bekannten Stelle im Shakeſpeare, unterließ ich abſichtlich, zu proteſtiren; weil ich fuͤrchtete, Shakeſpeare wuͤrde in der Meinung eines ſo zartfuͤhlenden Beurtheilers als der Marquis geſunken ſeyn, wenn ich ihm bewieſen haͤtte, die Lesart CGhewing the cud(widerkaͤuend) ſey nach allen andern Autoritaͤ⸗ ten die richtige. Ueberdieß hatte ich noch genug an un⸗ ſrer letzten Debatte, denn ſchon lange, doch nicht eher als bis ich die Edinburger Hochſchule zehn Jahr verlaſſen hatte, war ich uͤberzeugt, daß die Seele der Unterhal⸗ tung nicht darin beſteht, in unerheblichen Gegenſtaͤnden uͤberwiegende Kenntniſſe zu zeigen, ſondern vielmehr darin,