ſchen Gegenſtandes ein ſo großer Zweifler, daß er, als ich es wagte, ihm bemerklich zu machen: es komme im gan⸗ zen Roman nichts von Pferdezaͤumen vor, den Fehler einzig auf den ungluͤcklichen Verfaſſer waͤlzte. Ich war hierauf ſo ungemein oſſenherzig, meinen Freund aus Gruͤnden, die Niemand ſo gut wiſſen konnte als ich, zu verſichern, mein ausgezeichneter literariſcher Landsmann, von dem ich allemal mit der Achtung rede, die ſeine Ta⸗ lente verdienen, ſey nicht verantwortlich fuͤr die geringen Werke, welche die Laune des Publikums mit zu vieler Großmuth und Uebereilung ihm zugeſchrieben habe. Ueber⸗ raſcht durch den Antrieb des Augenblicks, moͤchte ich viel⸗ leicht noch weiter gegangen ſeyn, und meine Ablaͤugnung durch einen unwiderleglichen Beweis bekraͤftigt haben,— durch die Erklaͤrung, daß Niemand anders als ich dieſe Werke möͤglicherweiſe koͤnne geſchrieben haben, weil ich ſelbſt der Verfaſſer ſey; waͤre ich nicht durch des Marquis Antwort abgehalten worden, mich ſo uͤbereilt gegen ihn blos zu geben.„Es ſey ihm lieb,“ verſetzte er,„zu ver⸗ nehmen, daß dergleichen Kleinigkeiten nicht von einer Standesperſon waͤren geſchrieben worden. Wir leſen ſie,“ ſetzte er hinzu,„ſo wie wir den Scherzreden eines Schau⸗ ſpielers oder unſere Vorfahren denen eines Luſtigmachers vom Handwerk zuhoͤrten, und großes Vergnuͤgen dabei fanden, welche wir jedoch ungern aus dem Munde eines Mannes herleiten moͤchten, der beſſere Anſpruͤche auf, die Zulaſſung in unſerer Geſellſchaft hat.“ 1 Durch dieſe Erklaͤrung ward ich vollkommen zu meiner gewoͤhnlichen Vorſicht zuruͤckgerufen, und fuͤrchtete ſo ſehr,
mich zu verrathen, daß ich nicht einmal wagte, meinem
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