Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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hatte ich dreißig ſchoͤne Pferde in jener nun perfallenen Reihe von Gebaͤuden.

Dieſe Erinnerung an vergangene Herrlichkeit entſchluͤpfte ihm zufaͤllig; denn im Ganzen gedachte er ſelten ſeiner ehemaligen Wohlhabenheit. Er machte daher jene Be⸗ merkung, ohne auf ſeinen fruͤheren Reichthum Gewicht zu legen, oder Mitgefuͤhl fuͤr deſſen Verluſt zu erwarten. Sie erweckte jedoch unangenehme Betrachtungen, und wir ſchwiegen Beide, bis aus einem, zum Theil ausgebeſſerten Winkel der ehemaligen Thorſteher⸗Loge eine lebhafte fran⸗ zoͤſiſche Baͤuerinn mit kohlſchwarzen Augen, die wie Edel⸗ ſteine funkelten, laͤchelnd hervortrat, eine Reihe Perlenzaͤhne zeigte, um die eine Herzoginn ſie haͤtte beneiden moͤgen, und die Zuͤgel des Pferdes faßte.

Madelon muß heute den Stallknecht machen, ſprach der Marquis, nachdem er ihre tiefe Verneigung vor Mon⸗- seigneur mit einem gnaͤdigen Kopfnicken beantworter hatte,denn ihr Mann iſt zu Markte gegangen; und was La Jeuneſſe betriſſt, den haben ſeine mannigfaltigen Be⸗ ſchaͤftigungen ganz verwirrt gemacht. Madelon, fuhr er fort, waͤhrend wir unter den, mit verſtuͤmmelten Wap⸗ pen der fruͤheren Gutsbeſitzer verzierten, jetzt mit Moos und Graslauch halbbewachſenen, gewoͤlbten Eingangsthore durchgingen,Madelon war die Pathinn meiner Frau, und ward erzogen, einſt Kammermaͤdchen bei meiner Toch⸗ ter zu ſeyn.

Die hieraus im Vorbeigehen zu entnehmende Andeu⸗ tung, daß er Wittwer und ein kinderloſer Vater ſey, er⸗ hoͤhten meine Achtung fuͤr den ungluͤcklichen Mann, wel⸗ chem ohne Zweifel Alles, was auf ſeine jetzige Lage Bezug