Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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Lage kann vielleicht durch einen Verſuch, dergleichen kuͤnſt⸗ liche Verzierungen anzubringen, entwuͤrdigt werden; allein es giebt ſehr viele Lagen, wo es weit mehrerer architecto⸗ niſchen Ausſchmuͤckungen zu beduͤrfen ſcheint, als jetzt in der Mode ſind, um der nackten Einfoͤrmigkeit eines großen, mitten auf einem Raſenplatz erbauten Hauſes abzuhelfen, wo es ſich ſo unverbunden mit allen ſeinen Umgebungen zeigt, als waͤre es aus der Stadt gegangen, um der fri⸗ ſchen Luft zu genießen. 3 3 Wie der Geſchmack ſich ſo ploͤtzlich und ſo gaͤnzlich um⸗ gewandelt hat, iſt ein ſchwer zu erklaͤrender Umſtand, wo⸗ fern wir ihn nicht aus dem naͤmlichen Grundſatze ableiten wollen, nach welchem die drei Freunde des Vaters in Mo⸗ liere's Luſtſpiel als Heilmittel fuͤr die Schwermuth ſeiner Tochter empfehlen, daß ſie ihre Zimmer mit Gemaͤlden, Teppichen oder Porzellan ausſchmuͤcken ſolle, je nachdem Jeder der drei Rathgeber mit einem dieſer Artikel han⸗ delte. Pruͤfen wir die Sache auf dieſer Wagſchale, ſo werden wir vielleicht entdecken, daß in aͤlteren Zeiten der Baumeiſter die Terraſſen und Luſtgaͤrten in der Naͤhe des Wohnſitzes anlegte, und ſehr begreiflich dort ſeine Kunſt in Bildſaͤulen, Baſen, ſteinernen Terraſſen und mit Ba⸗ luſtraden verzierten Treppen zu zeigen bemuͤht war, waͤh⸗ rend der, an Rang untergeordnete Gaͤrtner ſich beſtrebte, das Pflanzenreich dem vorherrſchenden Geſchmacke anzu⸗ paſſen, und ſeine immer gruͤnenden Baͤume in Mauern mit Thuͤrmen und Zinnen, ſeine einzelnen Baͤume aber in Vildſaͤulen aͤhnliche Formen zu verſchneiden. Allein das Rad hat ſich ſeitdem gedreht, und den Landſchafts⸗ gaͤrtner, wie man ihn jetzt nennt, faſt auf gleiche Stufe