Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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einen gewiſſen Grnd von Achtung und Eyrfurcht, ſelbſt denen gebieten, die ihnen keines von beiden freiwillig zol⸗ len wuͤrden.

Als ich das Kaſſeehaus des Staͤdichens beſuchte, wo ich meinen einſtweiligen Aufenthalt genommen habe, war mir ſogleich das wuͤrdevolle, gravitaͤtiſche Benehmen dieſes Edelmannes, dieſe beharrliche Anhaͤnglichkeit an Schuhe und Struͤmpfe, mit Hintanſetzung der Halbſtiefeln und Pantalons, das Ludwigskreuz im Knopfloch, und die kleine weiße Kokarde an ſeinem altmodigen Armhut, aͤu⸗ ßerſt auffallend. Es war etwas Anziehendes in ſeinem ganzen Aeußern; und uͤberdieß ſchien ſeine Gravitaͤt mit⸗ ten unter der lebendigen, ihn umgebenden Gruppe, wie der Schatten eines Baumes mitten im Schimmer einer ſonnigen Landſchaft durch ſeine Seltenheit einen neuen Reiz zu gewinnen. Ich war, um Bekanntſchaft mit ihm zu machen, ſo zuvorkommend, als der Ort, die Umſtaͤnde, und die Landesſitte es zuließen; das heißt, ich ruͤckte ihm naͤher, und waͤhrend ich meine Cigarre ruhig und langſam rauchte, und ihm diejenigen Fragen vorlegte, welche die gute Lebensart allenthalben, und insbeſondere in Frankreich dem Fremdling verſtatten, ohne den Vor⸗ wurf der Unverſchaͤmtheit auf ſich zu ziehen. Der Mar⸗ quis de Hautlieu, denn dieß war ſein Name und Ti⸗ tel, war ſo lakoniſch und abſprechend, als die franzd⸗ ſiſche Hoflichkeit es erlaubt; er beantwortete jede Frage, legte mir aber keine vor, und munterte mich zu keinen weiteren Erkundigungen auf.

In der That war er nicht ſehr zuvorkommend gegen Fremde irgend einer Nation, und ſelbſt nicht einmal ge⸗