Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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11 3 4 ſie nur irgend einen ernſten Gedanken faßte; uͤberdieß war kein großer Verluſt kei der Sache; denn ein Kloſter befreite mich von ihr fuͤr ein ſehr maͤßiges Koſtgeld. Al⸗ lein die irdiſche Heirath meiner Tante Dorothee war ein ganz anderes Ding, als Chriſtianens Himmelsbrautſtand. In dem erſtern Falle gingen fuͤr meine Familie zweitau⸗ ſend Pfund Sterling, angelegt in den Drei⸗Procent⸗ Stocks, eben ſo gewiß verloren, als ob uͤber die Schiefer⸗ tafel der Nationalſchuld ein Schwamm gezogen waͤre; denn wer, zum Henker! haͤtte gedacht, daß Tante Dortchen noch heirathen wuͤrde? Und vor allen Dingen, wer haͤtte geglaubt, daß eine erfahrne Funfzigerinn, ein franzöſiſches Skelet ehelichen wuͤrde, deſſen Arme und Beine von glei⸗ chem Umfange waren, und deſſen Geſtalt einem halbgedfſ⸗ neten, aufrechtſtehenden Zirkel glich, ſo daß der Knopf vollkommen hinreichte, den Köͤrper darzuſtellen. Alles uͤbrige beſtand aus Stutzbart, Pelz und Pantalons. Die Tante haͤtte im Jahre Eintauſend achthundert und funf⸗ zehn, wenn ſie die Haͤlfte des Vermoͤgens daran gewandt haͤtte, welches ſie jetzt dieſer militaͤriſchen Vogelſcheuche hingab, einen ganzen Pulk wirklicher Koſaken comman⸗ dieren koͤnnen. Es laͤßt ſich jedoch nichts weiter daruͤber ſagen, um ſo weniger, da es jetzt mit ihr dahin gekom⸗ men iſt, daß ſie Rouſſeaus ſentimentale Tiraden citirt; und ſo laſſen wir's gut ſeyn.

Nachdem ich nun meine Galle gegen ein Land ausge⸗ ſchuͤttet habe, das gleichwohl ein ſehr luſtiges Land iſt, und von mir nicht getadelt werden kann, weil es von mir, und ich nicht von ihm aufgeſucht ward, ſo komme ich nun auf den unmittelbaren Zweck dieſer Einleitung, welche,