9 uneigennutziger waren, als die irgend eines Andern, der mir jemals behuͤlflich war, die Gaben des Publitums zu verzehren. 3) 3
Aber ach! nicht lange krann n man des Vortheits genieſe ſen, daheim eine ſo allgemeine Theilnahme zu erregen, ohne ſich bedeutenden perſoͤnlichen Unzutraͤglichkeiten aus⸗ zuſetzen.„Willſt Du, daß ich weinen ſoll, dann mußt Du ſelbſt erſt Thraͤnen vergießen,“ ſagt Horaz; und wahr⸗ lich! ich ſelbſt moͤchte manchmal weinen, bei dem Gedan⸗ ken, daß ich die haͤuslichen Lebensgenuͤſſe, die mir Ge⸗ wohnheit nothwendig gemacht hatte, gegen auslaͤndiſche, durch Laune und Veraͤnderlichkeit zur Mode gewordene Er⸗ ſatzmittel vertauſcht habe. Zu meiner Schande muß ich geſiehen, daß mein an heimathliche Koſt gewoͤhnter Ma⸗ gen, nach aͤchtem Beeſsteak auf Dolly's Weiſe bereitet, heiß wie er vom Roſt kommt, aufgetragen, von außen braun, und ſcharlachfarben, ſobald das Meſſer eingeſetzt wird, herzlich verlangt; denn alle auf Vory's 4) carte verzeichnete Leckerbiſſen mit ihren tauſend verſchiedenarti⸗ gen Rechtſchreibungen, von Biffslicks de Mou⸗ ton 5) koͤnnen jene Leere nicht ausfuͤllen. Ferner kann meiner Mutter Sohn keinen Geſchmack an ſchwachen Ge⸗ traͤnken finden; und ich bin uͤberzeugt, daß in dieſen Ta⸗ gen, wo man Malz fuͤr nichts haben kann, ein doppeltes Maß Gerſte jenes beſcheidene, heimiſche Erzeugniß, das Halbbier, in ein zwanzigmal kraͤftigeres Getraͤnk umge⸗
ſchaſſen haben wird, als jene ſaͤuerliche, kraftloſe Fluͤſſig⸗
keit, die man hier mit dem Namen Wein beehrt, obwohl
ſie in ihren Beſtandtheilen und deren Eigenſchaften, dem
Seinewaſſer ſehr aͤhnelt. Ihre ausgeſuchteren Weine ſind


