Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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maeiner Schwägerin irgendwo meine Wohnung auf⸗

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ſein) gelungen, dieſem zuvorzukommen; aber, Ar⸗ thur, es iſt nicht immer, daß die Tochter Deines Vaters an Deiner Seite ſteht, um das Opfer zu retten, das Du Dir auserſehen und es den Folgen eines erniedrigenden, wenn auch nicht verbrecheri⸗ ſchen Liebeshandels zu entziehen.

Erniedrigend, weil er ein Betrug gegen das Gelübde iſt, welches ſie abgelegt; erniedrigend, weil er ſie zur Unwahrheit und Verſtellung gegen den Mann zwingen mußte, welcher ein Recht hat, Treue zu fordern in Betreff des Herzens, der Gedanken und der Gefühle.

Arthur, wir ſind jetzt geſchieden, und werden einander ſo bald nicht wieder ſehen, falls wir es je thun. In Stockholm nehme ich Abſchied von Mariquitta und René, um die Reiſe nach Ekſjö fort⸗ zuſetzen. Mein Weg geht entweder nach der Schweiz, Tyrol oder Italien; dort werde ich zugleich mit

ſchlagen. Ob, oder wann ich nach⸗Schweden zu⸗ rückkehre, iſt ungewiß. Laß mich Dir deßhalb ein paar Worte zum Abſchied ſagen.

Du beſitzeſt einen edlen Namen; das iſt Dein Erbe, nicht Dein Verdienſt. Du mußt alſo dieſem Namen eigenen Werth hinzufügen, wenn der⸗ ſelbe etwas Anderes werden ſoll, als ein klangvol⸗ les, aber leeres Wort! 1

Hohe Geburt ſollte nothwendig hohe Bildung erheiſchen; ſonſt iſt erſtere null und von keinem Werth, und der Beſitzer davon kann nie Anſpruch auf die Benennung Gentleman muachen. Aber Bildung begreift nicht allein in ſich einen eultivi