Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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nung von ihrer Abreiſe gehabt, zwei Briefe. Der eine war von Mariquitta, der andere von Sorenza.

Die Erſtere ſchrieb:

Ohne Sie davon zu benachrichtigen, Graf El⸗ don, verlaſſe ichſtrand. Selbſt war ich von mei⸗ ner Abreiſe in Unkenntniß, als ich geſtern bei Grä⸗ fin X mit Ihnen zuſammentraf. Einige Stunden Unterredung mit meiner Stiefmutter haben mich auf eine entſetzliche Weiſe darüber aufgeklärt, daß ich nahe daran geweſen, Ehre, Anſehen und Ach⸗

tung für immer zu verlieren. Ich werde die Un⸗

beſonnenheiten, deren ich mich ſchuldig gemacht, wieder gut zu machen ſuchen. Leben Sie wohl, und haben Sie Dank für die große Aufmerkſamkeit, welche Sie mir bewieſen. Der Brief meiner Stief⸗ mutter wird Ihnen Alles erklären. Denken Sie bisweilen freundlich an

Mariquitta.

Sorenzas Brief lautete folgendermaßen:

Arthur! Ich hätte gewünſcht, daß Du, als ich gegen

Deine Neigung für Mariquitta ſprach, ernſtlich mei⸗ nen warnenden Worten gelauſcht; doch es war eine

vergebliche Hoffnung. Du wollteſt, aber Du konnteſt nicht ſtark ſein, Die Folge davon iſt geweſen, daß dieſes Mariquitta beinahe ihre ganze Zukunft gekoſtet hätte, da es beabſichtigt war, den beiliegenden Brief, der, Gott weiß wie, in eines Andern Hände gefallen, ihrem Manne zu übergeben. Es iſt mir(auf welche Weiſe, kann gleichgültig