246 ten Verſtand und guten geſellſchaftlichen Ton, ſon⸗
edlung. „Dieſes, Arthur, kann man nicht ſagen, daß deß jenige beſitzt, welcher, gleich einem Dieb, ſeinen
auch nicht derjenige, welcher es ſich zur Auf⸗ gabe macht, Weiber zu verführen und von ihren Pflichten abzubringen. Dieß kann ein Mann
hoher Bildung ſich erlauben.
„Einmal ſagte Frigga Harthon zu Dir:(Du haſt es mir ſelbſt miggetheilt) Ich würde Dir re 3 gut ſein, wenn Du in Handlungen, Gedanken und Gefühlen ein wirklicher Gentleman würdeſt. 3
„Ich ſage jetzt: Laß Deine edleren Inſtincte
daß Geburt und Bild ung vereinigt werden kön⸗
gen wird, aber nicht allein durch ihre Worte, ſon⸗ dern auch durch ihr ganzes Leben. Recht ſchlimm ſtände es, wenn ein Weib in dieſem Falle mehr Seelenſtärke beſitzen ſollte, als ein Mann. „Lebwohl, mein geliebter Bruder. Vom Schau⸗ platze der Ereigniſſe verſchwindet jetzt die Tochter des Edelmanns, indem ſie dem Erben ſein— berühm⸗ ten Namens zuflüſtert: werde würdig ihn zu tragen! Zufrieden ſtirbt dann
Sorenza.“ Lange, lange Zeit ſaß Arthur unbeweglich; dann
und rief:
dern noch weit mehr, nämlich moraliſche Ver⸗ Nächſten um Liebe und Treue zu beſtehlen ſucht;
von hoher Geburt, aber nicht ein Mann von
wirkſam ſein, ſo daß Du der Welt ein Beiſpiel gibſt,
nen. Das iſt Etwas, das Frigga ganz gewiß zei⸗
ſtand er auf, ſtrich mit der Hand über die Stirne


