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Sorenza zu antworten, äußerte er, ſich an den Künſtler wendend:—
— Wie kommen Sie dazu, hier zu ſein?
— Herr Bencke und ich haben einige dringende Sachen zu beſprechen gehabt,— antwortete So⸗ renza.— Deine Frage ſcheint mir nicht am Platze zu ſein.
— Iſt Tante wirklich deſſen gewiß, daß der Beſuch des Herrn nicht Jemanden anders zuge⸗ dacht war?
— Vollkommen.
— Wie dann dieſes erklären?
Er reichte Sorenza einen Brief.
Sorenza nahm ihn und las:
„Wollen Sie ſich überzeugen, wie Ihre Frau
ihre Pflichten achtet, ſo finden Sie ſich heute Abend
um 10 Uhr in dem Pavillon ein, der nach der See⸗ ſeite liegt. Sie werden ſie in einem zärtlichen téte- à-téte mit dem Künſtler Bencke finden.“
Die Handſchrift war offenbar entſtellt. Sorenza wandte ihre Augen vom Briefe ab auf Bencke und ſagte langſam:
— Es wundert mich, daß Du auf das da irgend
eine Rückſicht haſt nehmen können. Siehſt Du nicht,
daß der Inhalt von irgend Jemanden dictirt iſt, welcher ſich auf Deine Koſten hat amüſiren wollen. Man muß immer demjenigen mißtrauen, welcher unter dem Schleier der Anonymität auftritt, um eine Anklage zu machen. Gehe Du, mein beſter René, und hole Deine Frau bei der Gräfin, und nehme Dich in Acht, der Bosheit ein williges Ohr zu leihen. Schwartz, Die Tochter des Edelmanns. III. 16


