Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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Nu un? fragte Sturm als er bei der

Alten eintrat.

Iſt der Herr nach meiner erſten Warnung oben in den Zimmern geweſen? ſagte Lova.

Was iſt das für eine dumme Antwort auf meine Frage? Glaubſt Du, daß ich nichts anders zu thun habe, als die Wohnſtätte zu betrachten? Uebaigens war es nicht davon, daß ich Etwas wiſſen wollte.

Das verſtehe ich wohl; aber ſehen Sie, der Herr wird doch dort hinaufgehen müſſen, ſo ſchwer es Ihnen auch fällt den Ort zu betreten, wo...

Schweige! fuhr Sturm ſie an.

Willſt Du mir auf meine Frage antworten, ob Etwas in meiner Abweſenheit paſſirt iſt, oder halte Dein Maul. Ich dulde Deine Naſeweisheit nicht.

Dann iſt es wohl am beſten, daß ich ſchweige, antwortete Lova, welche vor Aerger feuerroth im Geſicht wurde.

Sturm faßte den Thürgriff, um ſeiner Wege zu gehen; aber das war mehr, als Lova ertragen konnte. 1

Sie hatte einen innern Groll gegen Magda, und ſich das Vergnügen aus den Händen ſchlüpfen zu laſſen, ſich an derſelben zu rächen, war Etwas, wo⸗ rauf ſie ſich nicht einlaſſen wollte; darum ſagte ſier in dem Augenblick, wo Sturm die Thüre öffnete, mit heller und ſchneidender Stimme:

Da der Herr nicht dort hinaufgehen will, ſo wird wohl die Herrin ihre Zuſammenkünfte ungeſtört da oben halten.