Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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berechtigt, daß es in meiner Bruſt ein einziges Ge⸗ fühl gibt, das zu Gunſten einer ſtrafbaren Liebe ſpricht?.

Es iſt wahr, daß Sie mich nie verſtanden haben; aber ſo viel müſſen Sie von den Myſterien des Menſchenherzens verſtehen, daß Sie einſehen, die Ruhe und Kälte, welche ich bewieſen, ſeien nicht möglich, falls es irgend ein wärmeres Gefühl in meiner Bruſt gäbe. 3

Porry betrachtete ſie. Eine marmorne Unbe⸗ weglichkeit ruhte auf den Zügen Magdas. 4

Er kreuzte die Arme und murmelte:

Sie haben Recht, und ich war ein Thor.

Jetzt trat der Werkbeſitzer ein. Er warf einen funkelnden Blick auf Porry und einen prüfenden auf Magda, während er dachte:

Er iſt ſeinem Vorſatz untreu geworden. Ahl!, was bedeuten jetzt jene ſtolzen Worte von Ehre und Pflicht? Sie ſind vergeſſen. Die Verſuchung hat über die ſchönen Vorſätze geſiegt. Aber Magda, Magda, ſie iſt dieſes Mal triumphirend aus dem Kampfe hervorgegangen.

Wieder verfloſſen einige Tage.

Porry ſagte ſich ſelbſt, daß er reiſen müſſe, daß alle Hoffnung vorbei ſei, daß Alles beſtätigte, Nagdas Herz hege gar kein. Gefühl für ihn, und doch blieb er, doch gab es Augenblicke, in welchen die wahn⸗ ſinnigſten Hoffnungen ſich ſeines Herzens und ſeiner Phantaſie bemächtigten. Dieſelben wurden de