Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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Magda ſtreckte die Hand aus. Sie zitterte ein wenig.

Fort war die Wirkung von Magdas Worten, fort alle ſchönen Vorſätze; wieder wurde die kleine Hand ergriffen, wieder flüſterte Porry mit aufgeregter Stimme:

Deine Hand zittert, Deine Wange iſt bleich, Du leideſt.! einen einzigen Blick, ein einziges armes Wort zur Belohnung für Alles, was ich durchgekämpft, und ich werde fortreiſen, weit von hier, wenn Du es ſo verlangſt.

Ich verlange nichts, denn ich habe nichts zu geben, antwortete Magda.

Bleibe hier oder reiſe, eins von beiden, ich wünſche weder das Eine noch das Andere.

Ich bin alſo nichts für jenes Herz, für welches ich einſt Alles war.

Nils Porry iſt der Couſin meines Man⸗ nes; ſieh, das iſt Alles.

Porry ſprang vom Stuhle auf und rief heftig:

Es bedurfte alſo nur Reichthum und eines Namens, um Denjenigen zu vergeſſen, welchen Gott zu Deinem Gatten beſtimmt.

Die Vergangenheit war ſo bitter, daß ich ſie durch die Gegenwart vertauſcht habe. Die So⸗ renza, welche einſt als ein unwürdiger Gegenſtand der Liebe Porrys verſtoßen wurde, wird ſich jetzt nicht würdig machen, verſtoßen zu werden. Nein!

Hören Sie deshalb auf mit dieſer Sprache; be⸗

trachten Sie genau mein Geſicht, 9

und ſagen Sie, es Etwas darin gibt, welches zu dem Glauben 2*