Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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Meint denn Magda mich glauben machen zu können, daß Sorenza mich vergeſſen hat? Un⸗ möglich.

Er beugte ſich herab und blickte Magda an.

Ebenſo unmöglich wie es für eine Mutter iſt, ihr Kind zu vergeſſen, ebenſo unmöglich iſt es für ein Herz wie Sorenzas, Denjenigen zu vergeſſen, den ſie einmal geliebt.

Magda lehnte den Kopf zurück gegen den Rücken des Sophas, richtete ihr)e Augen mit einem eigenen Blick auf Porry und ſagte:

Mein Couſin, können Sie mir ſagen, wie Sie den Mann beurtheilen, welcher in einem Hauſe Gaſtfreundſchaft genießt, von dem Manne als ein Freund behandelt wird und trotzdem zu der Frau von Liebe ſpricht? Glauben Sie wirklich, daß er, ſtreng genommen, den Namen eines Ehrenmannes verdient? Ich bezweifle es. Gewiß ſind die Worte, die Sie jetzt geſagt, gegen Ihr beſſeres Wiſſen über n Ihre Lippen geſchlüpft; denn Sie werden nicht hoffen, daß Magda Sie glauben machen wird, Sorenza ſei h wirklich ſo verächtlich, als wofür Sie ſie einſt ge⸗ halten. N

Auf Porrys Stirn lagerte ſich eine dunkle Röthe. zu Seine Augen flammten, während er Magda be⸗ trachtete; dann ſagte er mit gedämpfter Stimme: ſi

Wollen Sie das Spiel fortſetzen?

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Wieder fingen ſie zu ſpielen an. de

Jetzt nehme ich Ihre Königin, ſagte ni⸗ Magda, ohne daß ſie im Stande war, einen Seufzer He

zu unterdrücken. Nehmen Sie, ſagte Porry.