17 Dir zu verſchaffen wünſche,— wiederholte Magda in ihrem Innern, . Sie antwortete kalt: — Ich bin Ihnen nicht ausgewichen. Damit zog ſie die Hand zurück. — Warum bekam ich Dich nicht zu ſehen in den Tagen, wo.... — Mein Mann fort war,— fiel Magda mit vollkommen wiedergewonnener Ruhe ein. — Weil ich ein Weihnachtsgeſchenk für ihn zu machen wünſchte. Seien Sie ſo gut, und ſetzen Sie das Spiel fort,— fügte Magda hinzu. — Ich kann nicht. Sollte es auch mein Leben und mein Glück koſten, ſo muß ich Dich jetzt
ſprechen, ſo mußt Du noch einmal im Leben mich anhören.
— Muß ich?
Magda ſah ihn ſtolz an und erhob ſich halb.
— Es ſind alſo nur die wahnwitzigen und kecken Worte eines Knaben, denen Du lauſchen zu müſſen glaubſt,— rief Porry heftig.
Magda ſetzte ſich wieder ganz ruhig und ſagte
mit einer zu gleicher Zeit ruhigen und doch milden Stimme:
— Ich glaubte, daß Nils Porry ſich bewußt ſei,
ein großes Unrecht begangen zu haben, ſo daß er ſich nicht mehr erlaubte, ein ſolches zu begehen. Laſſen wir jetzt dieſes Thema. Es iſt Ihr Zug.
— Warum gaben Sie mir meinen Brief zurück; warum all dieſe Grauſamkeit gegen mich?— hob Puuih wieder an, ohne einen Blick auf das Spiel zu werfen. 4
Schwartz, Die Tochter des Edelmanns. III. 2


