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kurzabgefaßten Zettel zuſammenfaltend,„daß er erſt in ſechs Tagen zurückkomme.“
„Dann bleiben wir noch vier Tage hier,“ ent⸗ gegnete der Major.
„Sie ſollen länger bleiben,“ fiel Rudolph ein, „mir ſcheint im Gemüthe meines Vaters eine wohl⸗ thätige Kriſe vorbereitet zu ſein.“
„Und wenn Sie irren, Herr Sohn, ſo ziehen wir nachher mit einem Makel mehr von Zederlehne ab, nichts da— wir reiſen am Freitag ab.“
Rudolph ſeufzte etwas im Gedanken an ſeine junge Frau, die Mutterhilfe zu wünſchen jetzt täglich nothwendiger fand, aber er redete im Bewußtſein des riskanten Gemüthszuſtandes des Papa Hans nicht weiter zu.
Die Nachricht von der beſtimmten Abreiſe der Eltern brachte Ulriken in Schrecken.
In der aufregenden Szene darüber vergaß der Major ſeinen empfangenen Brief ganz und gar, bis er ſeinen Jagdanzug zu wechſeln in ſeinem Zimmer angelangt war. Er las. Er las wieder. Er las zum dritten⸗, vierten⸗, fünftenmale— unverändert ſtand es da vor ihm, daß ſein Gläubiger zwar den Brief mit der Aufſchrift: ‚fünfhundert Thaler inlie⸗ gende erhalten, aber keineswegs im Briefe dieſe


