Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Schloſſes mit den Boskets des Schloßgartens ver⸗ tauſchen konnte.

Die beiden Herren gingen fleißig auf die Jagd. Die Damen ſaßen Tag für Tag unter den blühen⸗ den Herbſtblumen und dennoch verflog die Zeit in dieſem eintönigen Einerlei nur gar zu geſchwind.

Bisweilen wurde von Anſtalten zur Abreiſe ge⸗ ſprochen, aber wenn man auch gelegentlich damit be⸗ gann, ſo war ein Wort Rudolphs hinreichend alles wieder ruhen zu laſſen.

Zehn Tage war Herr Hans Wilkow zum Er⸗ ſtaunen ſeiner Dienerſchaft ſchon abweſend, als der Major mit Rudolph von der Jagd heimkam, die Jagdtaſche voll der ſchönſten Hühner. Die Herren überholten den Poſtboten, der allwöchentlich zwei⸗ mal auf Schloß Zederlehne einkehrte, um Zeitungen und Briefe zu bringen. Sie nahmen ihm die Kor⸗ reſpondenzſachen, die in zwei Briefen beſtanden, ab. Der eine Brief an Rudolph gerichtet, wurde ſogleich von ihm erbrochen. Der Major hingegen ſchob den ſeinigen mit dem halb verlegenen Ausrufe:Eine Empfangsbeſcheinigung aus der Reſidenz, in die Bruſttaſche ohne ihn geöffnet zu haben.

Mein Vater ſchreibt mir, ſagte Rudolph, den