Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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mit der ganz beſonderen Beſtimmung, daß er ſich nicht als Schuldner ſeines Vaters, ſondern als ſeinen Schuldner zu betrachten habe. 8 Rudolph war ſogleich bereit. Er hatte freie und ſelbſtſtändige Dispoſition über bedeutende Sum⸗ men, konnte alſo die Sache nach des Majors Be⸗ lieben einrichten. Während er ging, die Scheine zu holen, ſchritt der Major mit weiten Schritten im Zimmer auf und ab. Eines Theiles war ihm ein Stein vom Herzen gefallen, denn er entging durch dieſe Abhilfe einem völligen Ruin ſeiner ſtillen Le⸗ bensfreuden, aber andern Theils legte ſich ein Druck ganz ähnlicher Art auf das kaum freigewordene Herz. Der Möbelhändler in der Reſidenz hatte nämlich Wort gehalten und ſchon vor dem feſtgeſetzten Ter⸗ mine einen Auftrag an einen Rechtsanwalt zur Klage gegeben, mit der ganz beſtimmten Anweiſung unnach⸗ ſichtlich zu verfahren im Falle der Major den Ter⸗ min nicht einhielte. Nun war es gewiß anzunehmen, daß bei der erſten Zeitung dieſer Klage ſich alle an⸗ dern Gläubiger ſofort auch melden würden, und ſo⸗ mit war ſein Bankerott gewiß. Dem öffentlichen Skandale vorzubeugen, hatten ſich endlich beide Gat⸗ ten dahin vereinigt: Rudolph um Hilfe zu bitten. Sie vertrauten ſeiner Diskretion damit ein ſchmerz⸗