134 reichen Hans Wilkow von Wilkenow zu halten dro⸗ heten, mit einer theuer erkauften Abzahiung zu be⸗ ſchwichtigen ſuchte. Es gelang ihr. Der gute Ruf der Familie Hoymer hielt ſie fürs erſte von weitern Schritten zurück, die der armen ſtolzen Majorin gräß⸗ licher als der Tod geweſen ſein würden. Nur der Mobilienhändler in der Reſidenz, der eine Forderung von fünfhundert Thalern zu machen hatte, trat mit der Drohung einer Klage hervor, als er die Verab⸗ ſchiedung erfuhr, und erſt auf wiederholte Bitten um Nachſicht beſtimmte er endlich den erſten September als den letzten Termin ſeiner Geduld. Es war im Grunde eine nutzloſe Friſtung, da nur durch ein Gotteswunder von mittelloſen Menſchen binnen ſo wenigen Monaten eine Summe dieſer Art erſchwun⸗ gen werden konnte, dennoch aber athmete die Majo rin froh auf, als ſie die Reihe von Tagen überblickte, in welchen ſie Anordnungen und Pläne entwerfen wollte, um ſich Hilfe zu ſchaffen. 3
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