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chen aus reiner Liebe Dein Weib werden würde?“ fragte er, indem ein Strahl von Wohlwollen ſein großes, ſtark gebräuntes Geſicht überflog. 1
„Ich bin deſſen gewiß!“ entgegnete der junge Offizier mit ſehr beſtimmtem Tone.
Der alte Edelmann lächelte höhniſch.„Die Eitelkeit mag Dir keinen ſchlimmen Streich ſpie⸗ len, mein Junge. Du ſcheinſt mir noch bedeutend dumm trotz Deiner dreißig Jahre, wenn Du das als eine Gewißheit aufſtellſt, was die Haltbarkeit eines Kartenhauſes hat.“— Der Sohn nahm den Ausfall dieſer böſen väterlichen Laune mit ehrerbie⸗ tigem Schweigen auf. Es hing ſein Lebensglück von dieſer Unterordnung ab und wie leicht konnte es an einem unüberlegten Worte ſcheitern.
„Von der Tochter einer Majorin Hoymer min⸗ deſtens erwarte ich nichts weniger als Liebe.— Mir ſcheint, Du biſt in Spekulationsnetzen gefangen.“
„Gewiß nicht, lieber Vater,“ unterbrach der Offizier den Edelmann.
„Nun, Gott ſtärke Dich in Deinem Glauben! Was denkſt Du— Deiner Schönheit wegen liebt Dich das Mädchen doch nicht? Oder glaubſt Du das? Muſterbilder für e ugliſer das Wilkenow'ſche


