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Haarwuchs Grauen einzuflößen vermochte, und unter der Einwirkung ſeiner innerlichen Regungen gewann ſeine Erſcheinung keinesweges. Das ſonſt phlegmatiſche harmloſe Mienenſpiel war in einem tückiſchen Lächeln untergegangen und die Falten ſeiner Stirn ließen einen Gewitterſturm ahnen.
Der Sohn Rudolph ſchwieg endlich und erwar⸗ tete mit Spannung ſeines Vaters Antwort. Es währte lange, ehe ſich dieſer dazu entſchloß. Rudolph kannte ſeinen Vater. Er wußte, daß unvorſichtiges Drängen um Antwort ſein Unglück beſiegeln konnte, deßhalb lehnte er ſich geduldig gegen das Fenſter, ſeine Blicke ſtill beobachtend auf den Vater heftend.
Das Lächeln des Schloßherrn wurde tückiſcher, die Falten drohender, der Ausdruck der Augen bos⸗ hafter. Man ſah, daß er einen Entſchluß gefaßt hatte. Jetzt ſtand er auf aus dem Lehnſeſſel, worin er bis dahin Platz genommen und reckte ſeine ath 3 tiſche Geſtalt zu ihrer ganzen Höhe empor. Sein Sohn, auch ſchlank und hoch, aber ſehr wohlgebildet
in allen Formen, richtete ſich ſchnell ebenfalls empor.
Vater und Sohn ſtanden ſich prüfend gegenüber. In ihren Mienen drückte ſch eine gegenſeitige Werth⸗
ſchätzung aus. „und Du biſt ſi
polph, daß dieß Mäd⸗


