160
und im Austauſch ihrer Gefühle und Meinungen. Vier Jahre verfloſſen ihnen dort unter den ſtillen und heiligen Freuden einer engbegrenzten Häuslich⸗ keit. Das Auge Eugen's verrieth, daß er ſeinen Ent⸗ ſchluß nicht bereuete.—
Vier Jahre ſpäter finden wir dieſe Perſonen, die wir eine kurze Spanne Zeit auf ihren Lebens⸗ pfaden begleitet haben, auf dem Wege nach Deutſchland.
Es fehlte nur Einer aus dieſem Kreiſe. Der Marquis war todt. Er war erlöſet von den Leiden des Körpers, die er in der geiſtreichen und genuß⸗ vollen Umgebung leichter ertragen gelernt hatte.
Die Marquiſe trug ihren Witwenſchleier mit Faſſung und Würde.
Caritas war unverändert das Glück und die Wonne des Familienkreiſes geblieben, ſie hatte ihre Pflichten als Gattin, als Tochter und als Mutter zu vereinigen gewußt. Jetzt eilte ſie, von tiefer in⸗ niger Sehnſucht getrieben, ihrer Heimat zu, wo ſie ihrer Mutter das Glück ihres Lebens— ihren Gat⸗ ten und ihre zwei Kinder,— in die Arme führen wollte.
Eugen trat wieder in den Staatsdienſt zurück, doch widmete er ſich nicht der Diplomatie, ſondern der Adminiſtration.


