157
ſeinen Werth verloren durch die Anforderungen ſeines Herzens.
Als er von dem Geſandten geſchieden war, als er einſam im Wagen ſaß und mit dem Bewußtſein dahinfuhr, die Stufenleiter ſeiner Bahn werde ſich unter ſeinen nächſten Maßregeln zertrümmern, da ließ er kaltblütig noch einmal die Glanzbilder der Welt an ſeinem Geiſte vorübergehen, da überwog er noch einmal den Werth derſelben gegen das Glück eines ganzen Lebens und ſein Entſchluß wankte nicht. Mit voller Beſonnenheit erbat er ſich von ſeinem Königshofe einen Urlaub auf unbeſtimmte Zeit und wies hiermit ſeine Ernennung zum Geſand⸗ ten zurück.
Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich dieſer uner⸗ hörte Schritt des deutſchen Diplomaten durch die ihm bekannten Kreiſe. Wer ihm nahe genug ſtand, ahnte hier einen Sieg des Herzens, während die andern gar nicht wußten, was ſie davon denken ſollten.
Auch zum Marquis fand die Neuigkeit ihren Weg.
Caritas ſaß ſtill und mit tiefgeſenktem Kopfe dabei, als die Freunde desſelben in ihn drangen, ihnen Beweggründe dieſer Handlung ſeines deutſchen Freundes zu eröffnen.
Sie ſaß ſtill und erfüllt von einer Seligkeit,


