Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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herz— ein Mutterherz— Geſchwiſterliebe— Geld und Anſehen und Glanz— ſieh das biete ich Dir, Caritas, wirſt Du mich verſchmähen? Der Marquis ſagt es, aber ich hoffe!:

Franziska, an die der Brief adreſſirt war, las ihn in tiefer Bewegung. Sie dachte nicht an die geputzte Weltdame, die den Firniß der Eitelkeit höher⸗ ſchätzte als das ſtille Glück— nein, unter dieſen Worten drang ein Herzenslaut hervor, der ihre Sym⸗ pathie weckte. Aber ſie fühlte ſich nicht erweicht da⸗ von und keinesweges geneigt, auch nur die mindeſte Rückſicht darauf zu nehmen.

Sie reichte den Brief ihrem Gatten, bevor ſie Caritas mit ſeinem Inhalte bekanntmachte. Aber dieſe war aufmerkſam geworden. Ihr Blick ſuchte auf den Geſichtern den Eindruck desſelben zu ent⸗ ziffern.

Sie ſah die Wolken auf der Stirn des Land⸗ rathes ſchwinden— ſie ſah ein Lächeln des Beifalles über ſeine Mienen ſich breiten— ſie ſah einen Strahl von Hoffnung aus den Augen blitzen, die er flüchtig gegen ſeine Gattin erhob— ſie ſah ſeine Bruſt un⸗ ter einem tiefen Athemzuge ſich heben, und dann las ſie den Brief. Als wolle er ſich von jeder Betheiligung ent⸗