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„Woher ſonſt, bei meinem ſonſt ſo trägen Blute, die innere Sehnſucht nach ihr— woher die Liebe und die Sorge um ihr Wohlſein?
„Tag und Nacht habe ich des Mädchens gedacht ſeitdem ich ſie verlaſſen! Ich will für ſie wachen und ihr Leben erheitern— ich will ſie lieben— ich will ihre Bildung erweitern!— Sie ſoll der Stolz und die Freude derer werden, denen ſie angehört!— Caritas, komm zu mir, mein Kind— komm und
lebe bei mir. Ich habe noch niemand ſo herzinnig
liebgewonnen als Dich und in ſo kurzer Zeit— komm und bleibe bei mir. Meine Knaben hatten ſich ſo ſehr auf die Schweſter gefreut— ſie ſind traurig, daß ſie heimkehren ſollen ohne dieſe Schwe⸗ ſter. Der Marquis nennt es zwar Eigenſinn und Laune, wenn ich meinem Wunſche Worte gebe und die Zukunft mit Deinem Bilde, Du liebenswürdiges Kind, ſchmücke; aber er ſehnt ſich ſelbſt nach Deinem Anblicke, und ſeine Augen glänzen freudig, wenn er von Dir ſpricht.
„Caritas bedenke wohl, ehe Du Dich entſcheideſt, überlege meine Bitte, ehe Du ſie ablehnſt. Du ſollſt unſere Tochter, unſere geliebte Tochter ſein— Du ſollſt unſeren Namen führen— Du ſollſt mit un⸗ ſern Knaben theilen. Eine Heimat— ein Vater⸗


