ruhig.— Kalt und beſonnen ſprach er von ſeinen Plänen für die Zukunft, von ſeinen Erwartungen und Hoffnungen, womit er ſeiner Karritre jetzt ent⸗ gegenzugehen berechtigt war— in dieſen Plänen und Hoffnungen war kein Plätzchen Raum für die Liebe und für eine Perſönlichkeit von Caritas' Beſchaffenheit. Nur Glanz, Stolz und eitle Träume von hohen Stellungen im Leben füllten ſeine Gedanken. Selbſt die Unerfahrenheit der Jugend erkannte das. Caritas trat ſtill aus dieſen Phantaſien zurück — ſie fühlte ſich aufgegeben. 1 Der Weltmenſch hatte alſo glücklich die Regungen des Herzens bekämpft. Er hatte ſich geprüft, er hatte ſeine Gefühle unter das Prisma der verſchiedenartigen Welturtheile geſtellt, und unter dieſer Beleuchtung hatte ſein Hochmuth den Sieg davongetragen. Gegen ſeine Schweſter ſprach er ſich nicht aus. Aber dem Landrathe eröffnete er ſein Inneres. „Ich kann mich nicht entſchließen, meine Lauf⸗ bahn durch Herzensgefühle abkürzen zu laſſen,“ ſagte er mit großer Ruhe zu ihm.„Hätte Caritas in dem Marquis ihren Vater gefunden— ſelbſt in dem Falle, daß ſie dadurch aus Mangel an Ahnen nicht
hoffähig geworden wäre— ich würde der Meinung der Welt zu trotzen verſucht haben. Ich geſtehe Dir
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