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er die Ertravaganzen ſeiner Gattin ſo weit in Zaum zu halten verſteht, wie es durchaus nöthig iſt.“—
Außer ſolchen harmloſen Plaudereien gab es aber auch Stunden ernſten Nachdenkens auf dem
Schloſſe. Franziska rang noch immer mit den Ein⸗
wirkungen großer Entmuthigung. Sie ſah zwar die Nacht ihres Schickſales vor den Strahlen einer rei⸗ nen Sonne entweichen, aber je herber das Leid und die Schmerzen dieſer Nacht geweſen waren, deſto muthloſer machte ſie die geringſte Umdüſterung des Sonnenlichtes, das ſie mehr als jemals zu ihrer Exiſtenz gebrauchte. Im allgemeinen entwickelte ſich das Seelenleben dieſer vier Menſchen ohne Hinder⸗ niſſe zu einem harmoniſchen Ganzen. Von außen trübte kein Hauch ihre Lebenstage. Sie ſtanden iſo⸗ lirt auf dieſer Erdſcholle, ſeitdem auch Schwechten ſeine Heimat verlaſſen und für längere Zeit nach der Reſidenz überſiedelt war.
Caritas war jedenfalls von allen die ſorgloſeſte und die glücklichſte. Ob ſie einen Namen hatte? Was kümmerte es ſie. Ihre kindliche Seele ſchwelgte in dem Glücke eine Mutter gefunden zu haben. Sie zeigte ſich zartfuhlend genug, dieſen Gefühlen nie in
der Gegenwart des Landrathes Worte zu geben;
aber wenn ſie allein mit Frau von Schollin war,


