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zu große Weichheit des Herzens mit männlicher Kälte zu bezwingen.
„Es iſt eine Affektation, die zuletzt mit unſerm Weſen verwachſen und uns zur Natur werden kann,“ meinte er lächelnd. Mit einigen bedeutſamen Sei⸗ tenblicken auf Caritas fügte er aber hinzu:„Die Nichtigkeit eines weiblichen Weſens neben uns ver⸗ ſchlimmert dieſen Fehler, wenn ein lebensvoller, phan⸗ taſiereicher Mann nicht zu dem Mittel ‚geiſtiger Trennung der Häuslichkeit’ ſchreiten will, und dann werden Indolenz und Sarkasmus die einzige Waffe ge⸗ gen eine kalte, elegante Lebensgefährtin.“
„Frühzeitige und unüberlegte Heirathen tragen jedoch faſt immer den Charakter einer ſolchen Ehe, wie die des Marquis,“ warf der Landrath ein.
„Die Marquiſe iſt gut,“ rief Caritas etwas gereizt.„Der Marquis ſollte nur nicht dulden, daß ſie mehr an ihre Locken und an ihre Garderobe denkt als an ihn, ſo wäre ſein Glück gleich gemacht.“
„Ganz recht,“ verſetzte Eugen lakoniſch,„wenn nämlich ſein Glück bei dieſem kriegeriſchen Angriffe nicht gänzlich zugrunde ginge. Er ſcheint derglei⸗ chen Erfahrungen gemacht zu haben und beſchränkt ſich deßhalb auf das kleine Witzfeuer, mit welchem


