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„Der Vater, welcher die Schuld der moraliſchen Erniedrigung meiner Mutter trägt, ſteht allerdings meinem Herzen ſehr fern.“
„Gut deutſch gedacht—“ murmelte der Mar⸗ quis..
„Was danke ich ihm? Ein armes, elendes Da⸗ ſein! Als ich von der Forſtſchreiberin Lindſtedt, einer braven und ſehr praktiſch gebildeten Frau, zum erſten⸗ male mit der Hinweiſung auf ein Brandmal meiner Geburt aus meinen hochpoetiſchen Phantaſien auf⸗ geſchreckt wurde, da habe ich jede Liebe zu meinem Vater begraben, während meine Neigung und meine Sehnſucht zum Mutterherzen heißer und leidenſchaft⸗ licher wurde. Wundern Sie ſich nicht über meine Worte— ein Mädchen, das ſo viel allein gedacht, allein gelebt und allein geträumt hat, iſt anders als die feinen Weltdamen, denen eine Erziehung⸗ Negeben wird.“
„Bei Gott, Du biſt anders, das ſehe ich ein, mein armes kleines Mädchen!“ rief der Marquis, aus der lange behaupteten Faſſung kommend.„Ich würde es als ein großes Glück anſehen, wollteſt Du mit mir, wollteſt Du mein Kind, wollteſt Du meine Tochter heißen. Du flößeſt mir Achtung ein, Du feſſellſt mich durch Deinen Charakter mehr, als durch 1857. IV. Caritas. II. 14
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