Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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gleich ordentlich nennen zu können. Mit ihnen will ich deutſch und ſie ſollen mit mir franzöſiſch ſprechen.

Papa, was ſoll ich in Paris? Laß mich in Beauveau wohnen. Bitte, Papa! Die erſte Bitte Deiner Tochter darfſt Du nicht abſchlagen.

Schmeichlerin! Wenn Du Paris geſehen und kennen gelernt haſt, und Du bleibſt noch bei dieſem Wunſche, ſo gewähre ich, Caritas, erwiederte der Mar⸗ quis ſehr ernſt.Nun höre mich an. Was würdeſt Du ſagen, wenn ein Irrthum vorgewaltet hätte und Du nicht unſere Tochter wäreſt?

Das junge Mädchen ſtarrte erſchrocken dem Marquis ins Geſicht. Ihre Farbe veränderte ſich Bläſſe wechſelte mit Purpurglut der Lega⸗ tionsrath konnte ſie genau von ſeinem Platze durch die halbgeöffnete Thür beobachten. Seine Augen hätten das Mädchen durchbohren mögen, um ihre Ge⸗ danken zu errathen.

Eine tiefe Niedergeſchlagenheit legte ſich auf das fröhliche Geſicht ihre Zukunft verſank vor ihren Augen, und ſie ſuchte vergebens nach einer in⸗ nern Stütze, nach einem moraliſchen Beruhigungspunkte.

Seit wann, begann ſie ſtotternd, als der Marquis feſt und unverwandt ſeinen beobachtenden