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Beruhigung über ſie geſenkt und ihr Kummer war unter der ſanften Berührung des Traumgottes auf kurze Momente erloſchen.
Wie ſchön, wie ſanft und geduldig ſah ſie aus!
Schollin faßte Eugen's Hand.„Verachte mich! — Nenne mich einen Schwächling! Ich kann ſie nicht verlaſſen— ich darf ſie nicht verſtoßen— Gott hat ſie mir gegeben— und“ ſetzte er leiſer hinzu—„und ich kann nicht leben ohne ſie!“
„Gott ſegne Euch“— flüſterte Eugen und ver⸗ ließ das Zimmer.
Der Landrath legte leiſe und behutſam ſeine Arme um Franziska, hob ſie auf und ließ ſie in die weichen Kiſſen des Seſſels gleiten.
Sie öffnete die Augen. Ihre Blicke ſielen in die Blicke des Gatten, der ſich lautlos über ſie neigte. Das ganze fürchterliche Elend ihrer Zukunft ſtand blitzſchnell vor ihrer Seele. Ohne ihn mußte ſie die trüben Tage bis zum Lebensende tragen— ohne ihn vegetiren bis Gott ſie rief.
Hätte ſie den Muth auch gehabt, den das auf⸗ geregte Bruderherz in ihrer verzweifelnden Bruſt ver⸗ muthete, ſie würde doch nicht dem Willen des All⸗ waltenden vorgegriffen und ihrem Leben ein Ende ge⸗ macht haben; jetzt, wo die Ehre eines Gatten dadurch


