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vorzugsweiſe ausgeſtattet und in ſeiner traulichen Bequemlichkeit von ihr zum Aufenthalte benutzt wurde, wenn ſie der Erholung bedurfte.
Eine friſche Luft wehte ihm entgegen. Die Fen⸗ ſter ſtanden geöffnet— die weißen Vorhänge wall⸗ ten geſpenſtiſch hin und her wie rieſige Geiſtererſchei⸗ nungen.
Eine dunkle Geſtalt wurde ihm ſichtbar, neben einem Seſſel lag ſie in knieender Stellung auf der Erde. Sein Blut ſtockte. Die Folter, die er aus⸗ geſtanden hatte, that das ihrige. In ſeinem Gedächt⸗ niſſe lebte nichts als die Liebe zu dieſer Geſtalt, de⸗ ren Umriſſe in dieſem Augenblicke von dem herein⸗ dringenden Lichte, das Eugen trug, ſchwach erhellt wurden. Schollin beugte ſich mit einem unartikulirten Laute nieder— Eugen ſtürzte eilig herzu.
Franziska lag auf den Knien. Ihr bleiches mit Thränen überſtrömtes Geſicht ruhte an der wei⸗ chen Lehne des Seſſels. Ihre Hände hingen feſt gefaltet im Schooße— ſie athmete ſanft— ſie ſchlief.
Unter den heißen Gebeten ihres zerſtörten Her⸗ zens war ſie ermattet in Schlaf geſunken. Sie hatte Gott um Beiſtand angerufen, als alles, alles ſie verächtlich zu verlaſſen drohte— dann hatte ſich 1857. IV. Caritas. II. 13


