Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Vorſichtig ein Diplomat iſt immer auf die Folgen bedacht oorſichtig ſchlich Eugen hinaus und nahm eine Kerze von den Tiſchen des Salons, wo das Souper ſchon vorgerichtet wurde.

Er hatte die Thür ſchon wieder erreicht, als dieſe ſich öffnete und Caritas in der ganzen reizenden Friſche ihrer Jugendfröhlichkeit ihm entgegentrat und ihn nach der Landräthin fragte.

Ich habe ſie überall geſucht, ſprach ſie. In Küche und Keller, in ihrem Zimmer, und überall iſt ſie nicht.

Eugen's Blicke hingen ſich ſchwer und bedeu⸗ tungsvoll an dieſe ſchöne Geſtalt. Bis dahin hatte er noch nicht daran gedacht, daß dieß Mädchen, welches ihm das tiefſte Intereſſe eingeflößt hatte, ein Hauptanſtoß zu der ganzen Revolution war, die markerſchütternd das ſtille Haus durchlief. Die Bedeutung ihres Daſeins trat aber in glücklicher Vereinigung mit dem Zauber desſelben zugleich vor ihn hin.

Was er bis dahin empfunden, was ihn empört haben mochte, alles, alles ſchwand vor dem Be⸗ wußtſein: in dieſem Mädchen eine Tochter ſeiner Schweſter lieben zu müſſen und ſie jeder Liebe werth⸗ halten zu können.