Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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ihm habe ich einen ebenbürtigen Richter und Bera⸗ ther zu hoffen; denn er wird, wo möglich, noch des⸗ potiſcher von unſerer Nationaltugend beherrſcht als ich. 1

Der Marquis verbeugte ſich kälter und zere⸗ moniöſer als bisher, aber er fühlte ſich augenblick⸗ lich verſöhnt, als der Landrath ihm ſeine Rechte darreichte und mit warmem Tone ſagte:

Nehmen Sie außerdem meinen Dank Sie haben mir mehr wohl als weh gethan! Wie mein Schickſal auch fallen möge unter Ihrem

Schutze, unter Ihrer brüderlichen Obhut weiß ich das Leben einer Frau, die mir bis zum Tode unaus⸗ ſprechlich theuer bleiben wird, ſicher und geborgen. Der Marquis ging. Als er ſich unbeobachtet und ſicher wußte, geſtattete er ſeinem ironiſchen Lächeln wiederzukehren.Die ſtolzen Narren, dachte er,die ein ſchönes Lebensglück unter das Brennglas ihrer ritterlichen Ehre ſetzen die Thoren, welche das Sandkorn in ihrer kleinen Welt für den Montblanc der großen Weltſchöpfung halten! Arme, arme Fran⸗ Coiſe! Warum aber ſchwieg ſie nicht? Das Mädchen häͤtte als meine Tochter gelebt, wäre als meine Toch⸗ ter geſtorben ihr Glück war geſichert 0 jäm⸗ merliche Weisheit der Tugend! 3