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hindern, aber ich muß bitten, daß Sie die eigene Mutter vorher davon in Kenntniß ſetzen.“
„Warum wollen Sie das nicht übernehmen?“
„Meine Verbindung und mein Verkehr mit dieſer Frau iſt abgebrochen.“—
Der Marquis erhob ſich. Sein Auge flammte. — Er ſah ſchön und ſtolz— er ſah ritterlich aus. Der Flitterſtaat der Weltlichkeit ſank von ihm und der edlere Grundſtoff ſeines Weſens ergoß eine wahr⸗ haft männliche Würde über ſeine Geſtalt. Er ſprach:
„Die Grundſätze des deutſchen Edelmannes ver⸗ bieten ihm alſo jeden Verkehr mit einer Frau, die eine Märtirerkrone auf der wundgedrückten Stirne trägt. Meiner Meinung nach ſteht dieſe Frau höher, als die ſentimental jungfräulichen Deutſchen, die mit einer unverſuchten Reinheit und Unſchuld prahlen. — Den Werth der Frau von Schollin kann nur derjenige würdigen, der ihre Vergangenheit kennt.“
Seine Stimme hob ſich bis zur Begeiſterung, als er hinzufügte:„Ich denke noch der Zeit, wo man mit Ehrerbietung den Namen„Francoiſe’ nannte, einen andern Namen kannte man von ihr nicht— wo man die heroiſche Tugend des deutſchen Mädchbens pries, das den Betrug, den man ſich mit ihr e aubt, das frevelhafte Spiel, wodurch man ſie zu täuſchen


