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Landrathe wurde über dieſe Sache des Breitern ſich auszulaſſen, ſo glaubte er ihm zur Rettung ſeiner eigenen Ehre die Schilderung der letzten Auftritte nicht ganz vorenthalten zu dürfen.
Er wurde bewegt dabei. Das Eis des innern, hochmüthigen Verdruſſes thaute langſam von ſeinem Gemüthe ab, als er die tiefe Erſchütterung des frem⸗ den Mannes gewahren konnte, die über ihn kam bei den ergreifenden Momenten. Das Bild ſeiner trau⸗ rigen Gattin gewann Macht genug, um ſeine gereizte Stimmung in eine edlere, wenn auch ſtolze zu ver⸗ kehren.
„Ihr Bruder iſt todt?“ fragte er in ſichtlicher Bewegung, als er fertig mit ſeinem Berichte war.
„Lange, lange todt, mein Herr!“ entgegnete der Marquis ſeufzend.„Er hat Frankreich nicht wieder⸗ geſehen.— Eine furchtbare Qual war die Erinne⸗ rung an ſein Vergehen— ſie begleitete ihn bis zu ſeinem letzten Athemzuge.“
Ein bitteres Lächeln überflog Schollin's Geſicht.
„Die Qual wird mir vererbt werden, 58 daß ich unſchuldig trage,“ ſagte er.
„Sie würden hart gegen ſich und hart gegen Ihre Gattin handeln, wollten Sie ſich von ſolchen


