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Einen Augenblick geſtattete ſich das unglück⸗ ſelige Weib die letzte Umarmung, das letzte Liebes⸗ zeichen von dem Manne ihrer Liebe zu empfangen, dann löste ſie ſeine Hand, dann richtete ſie ſein Antlitz auf mit ihren kalten, bebenden Händen und ſagte:
„Ich bin Deiner unwürdig, Richard;— die Sünde, Dir, dem edeln, treuen Manne, ſtatt der reinen und unentweihten Heiligkeit eines Mädchenherzens ein beflecktes Daſein mit entſetzlichen Erinnerungen dargebracht zu haben, rächt ſich fürchterlich und treibt mich fort aus dem Paradieſe, das Deine Liebe mir bereitet hat.“—
Der Landrath war aufgefahren und Wwoſtt ſie gewaltſam unterbrechen.
Sie hielt ihn ab davon.„Höre mich ſtil an— mache Dich auf das gefaßt, was Dich am unheil⸗ barſten verletzen kann;— wenn Du alles weißt, magſt Du Deinem Schmerze Luft geben und mich verfluchen!“
Sie begann nun ihre Beichte. Wort für Wort — Schritt auf Schritt, von dem Momente an, wo ſie mit ihrer alten geizigen Großtante in die Hände eines abſcheulichen ausſchweifenden franzöſiſchen Ober⸗ ſten gefallen und von dem General Deſalles per⸗


