Mannes, den die Franzoſen mit blanken Säbeln zur Schanzarbeit zwangen, obgleich er Fieber hatte, einen tiefen unauslöſchlichen Haß gegen alles, was aus Frankreich ſtammt,“ ſetzte die Kranke flüſternd hinzu — Ihr Auge ſchloß ſich zum Schlummer.—
Franziska preßte in der tiefen, aber feſt bezwun⸗ genen Erſchütterung ihres Weſens ihre Lippen auf die Stirn derſelben, flüſterte noch einige Worte, die von der Forſtſchreiberin nicht verſtanden wurden, aber auf das tlitz bleiche Anein ſeliges Lächeln hervorrie⸗ fen und entfernte ſich mit einer unumſtößlichen Ueber⸗ zeugung.
Von der Forſtſchreiberin begleitet, ſchlug ſie den Rückweg ein.
Um nun ihr Schickſal zu vollenden, mußte ſie ihren Gatten zum Mitwiſſer dieſes Geheimniſſes ma⸗ chen. Darüber ſtand ihr Entſchluß feſt. Ihre edlere Natur hatte ſich durch die Nacht der Lüge und des Betruges Bahn gebrochen, und ſie war bereit, die Folgen ihrer Verſtellung zu tragen.
Was ihr Gatte bei dieſen Eröffnungen empfin⸗ den würde, welche Schmerzen, welche Pein ſie ihm
zu bereiten ging, das wußte ſie genau. Sie hätte ihr Herzblut hingeben mögen, um ihm dieſe entſetz⸗ lichen Augenblicke zu erſparen, wo er zu der Einſicht


