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kleinen winzigen Kleidungsſtücken, die ſie nach und
nach in die Hand nahm, die ſie, mit treuem Ge⸗ dächtniſſe das erkennend, was ſie für ihre Kleine ſelbſt genäht hatte, von einander ſonderte, bis ſie ihres Kindes Eigenthum in den Händen hielt und des andern Kindes Bekleidung auf dem Tiſche zu⸗ rückblieb. Die Marquiſe, im Eifer ihrer Rückerinne⸗ rungen, ſah nichts von dieſem verrätheriſchen Gedan⸗ kenſpiele— der Marquis bemerkte alles. Sein Geſicht wurde ernſter unter der Erzählung ſeiner Gattin— ſeine Bewegung ſichtlicher bei der Schil⸗ derung, daß ſie dem vergeſſenen Säuglinge das Leben gerettet habe.
Franziska rührte kein Augenlid. Ihre Finger faßten nur feſter um die Sachen, die ſie hielt— es war, als umarme ſie ſcheidend die Hülle ihres Kindes.
Als die Marquiſe zu Ende war, wendete ſich der Marquis mit der Frage an Caritas: wann dieß fremde Kind geſtorben ſei?
„So viel ich weiß, nach den erſten vier Wo⸗ chen,“ berichtete ſie.
Der Marquis richtete einen nachdenklichen Blick auf die Marquiſe. Dieſe verſtand ihn.
„Ich will nicht hoffen, daß Du glaubſt, es


