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„Es gehört mir,“ entgegnete Caritas kurz. „Maman hat es mir als kleines Kind um den Hals gehängt, und jetzt lacht ſie darüber.“
„Dir um den Hals gehängt?“— fragte die Marquiſe—„das iſt ein Irrthum. Ich kenne dieß Läppchen nicht und weiß auch nicht, was es bedeu⸗ ten ſoll.“.
Franziska ſtreckte mechaniſch die Hand danach aus. Der Marquis reichte es ihr. Sechszehn Jahre waren verfloſſen, als ſie unter Thränen des tiefver⸗ letzten Stolzes, unter Thränen der Reue und auch wohl des Schmerzes dieſe Worte geſtickt hatte. Ihr eigenes weiches Haar hatte ſie, mit dieſen Thränen bethaut, dazu verwendet, um ihrem Schmerzenskinde ein Andenken an die furchtbarſte Zeit ihres Lebens, aber auch ein Wahrzeichen zu hinterlaſſen. Wo war dieß Kind? War es dieß blühende ſchöne Mädchen, das neben ihr ſtand, welches ſie mit Zärtlichkeit zu lieben begonnen hatte?
Unterdeß ſie in Betrachtungen verſunken ſchein⸗ har kalt und gefühllos daſaß, begann die Marquiſe etwas lebhafter angeregt, als vorhin, ihre Berichter⸗ ſtattung über den Vorfall des Abends, wo ſie ihr Kind zu retten ausging. Franziska hörte mit ganzer Seele zu. Ihre Augen ruhten dabei feſt auf den
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