Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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menzulegen. Ihre Gedanken blieben an der letzten Erklärung der Mutter haften, daß die kleine Verſtorbene nicht ihre Schweſter geweſen ſei, und ſie dachte darüber nach, wem ſie wohl angehört haben möchte.

Mitten in ihrer Arbeit, die ſie ſchmollend ver⸗ richtete, wurde ſie von Franziska geſtört. Sie ließ die Sachen liegen und wendete ihre Aufmerkſamkeit dieſer zu.

Der Marquis, neugierig aus Langeweile, trat an den Platz, den Caritas verlaſſen hatte und nahm das geſtickte Läppchen auf, um es näher zu be⸗ trachten. 1

Caritas divina te custodiat las er mit ruhiger lauter Stimmewas ſoll denn das be⸗

deuten, Kleine?

Eine Leichenbläſſe überzog Franziska's Geſicht ihre Lippen öffneten ſich zu einem Schrei ſie wankte dann aber ſtützte ſie ſich kraftvoll gegen den Mauervorſprung und ſah ohne Zucken dem Mar⸗ quis ins Auge, das er fragend und ſcharf beobach⸗ tend auf ſie heftete.

Wem gehört das? fragte er nochmals nach⸗ läſſiger, als er nichts weiter wahrnahm am Beneh⸗ men der Landräthin, das ihn befremden konnte.

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