dieſem Schritte getrieben haben möge. Ihre Stim⸗ mung, ohnehin gereizt und aus allen Fugen gebracht, veränderte ſich ſichtlich.
Sie ſaß theilnahmlos neben der Mutter,— ihr Auge blieb geſenkt und ihre Lippen geſchloſſen. Das Lächeln erſtarb auf ihrem Geſichte, und eine trübſelige Reſignation lagerte ſich auf ihrem ganzen Weſen.
Ob aber das alles Folge dieſer Nachricht war? Wir zweifeln. Sie hatte nur jetzt Veranlaſſung dem Trübſinne einen Namen zu geben, der ſeit dem Ein⸗ tritte ihrer wunderbaren Schickſalswandelung immer mehr Raum gewann und unbewußt ihre Seele über⸗ ſchleierte.
Das Geſpräch wurde jetzt allgemein. Der Mar⸗ quis erwachte aus ſeiner Indolenz und entwickelte ſeine geſellſchaftlichen Talente zu ſeinem eigenen Amü⸗ ſement. Dabei ſtellte ſich eine ſichtliche Aufmerkſam⸗ keit auf die Erſcheinung der Landräthin heraus. Außer den kleinen, ihm zur Gewohnheit geworde⸗ nen Courtoiſien heftete er bisweilen den Blick fin⸗ nend auf ihr ſanftes und ausdrucksvolles Geſicht, als wolle er dem Schatten einer Erinnerung Leben da⸗ durch verleihen.
Was die Landräthin dabei empfand?
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