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wirklich Muth zu ſterben?“ fragte er mit zuſammen⸗ gebiſſenen Zähnen.
„Ja! Ich habe Muth zu ſterben! Ich habe eher Muth zu ſterben, als ohne Dich zu leben, Georg. Sieh— ich habe immer Deinen Willen geehrt, ſeit⸗ dem ich es einſah, daß Du es im Grunde gut mit mir meinteſt. Ich habe mich in allen Stücken Deinen Befehlen gefügt— ich habe mich Deinen Anſichten gebeugt— ich habe Dich geachtet und geliebt— ich bin Dir noch immer ſo herzlich ergeben, daß ich
Deinen Verluſt nicht ertragen mag.— Gib Deinen
Vorſatz auf, Georg— oder wenn Du Gründe haſt, die Dich zu dieſem Entſchluſſe drängen— ſo habe den Muth erſt mich zu tödten— ein kleiner Druck, Georg!— Uebe lieber die Barmherzigkeit, als daß Du mich allein dem Elende preisgibſt.“
Der Oberförſter hatte ruhig dieſer Rede gelauſcht. „Sie hat Muth zu ſterben,“— murmelte er und warf die Piſtole, die er immerfort zwiſchen den Fingern gehalten, auf den Tiſch.
Frau von Malchow fühlte die Hoffnung in ſich erwachen. Seine Milde, ſeine Ruhe— die Nachſicht, womit er ſie angehört hatte— ſie ſchmiegte ſich an ſeine Schulter— ſie ſtrich ihm liebevoll das Haar von der Stirn und blickte ihm ins Auge, das er
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